Der Alltag bietet vielfältige Möglichkeiten, erlernte rollenspezifische Verhaltensweisen nach dem Motto "typisch Mann - typisch Frau" in Frage zu stellen mit dem Ziel, neue Formen des gleichberechtigten Umgangs miteinander zu finden. Nach dem 9.11. schien in Deutschland die Erinnerungsarbeit zu Ende zu sein. Wir sind Weltmeister im Erinnern, aber entscheidend sind die Taten und die offenen Fragen. Auch im Jahr 1989 war nicht alles gleich „wiedervereinigt“. An der Schule folgten nun eine Nachbereitung und weitere Erlebnisse. Am 23. 11. hat eine Schülergruppe die Rückseite der Mauer vor der Botschaft bemalt. Zwei Tage später trafen sich Schüler der deutschen Schule mit niederländischen Schülern aus Den Haag vor der Mauer, um sie mit neuen Farbschichten „in Besitz zu nehmen“ und um die anschließend mit gemeinsamen Kräften einzureißen. Die Mauerfragmente wurden teilweise an die Deutsche Schule gebracht. Viele Klassen konnten sich im Keller der Schule oder in der Eingangshalle im Rahmen der Weihnachtswerkstatt als „Mauerspechte“ versuchen. Auch niederländische und britische Schüler hatten Anteil daran. Natürlich ist die Schülerschaft in sich international und der Mauerfall konnte sich so als gemeinschaftliche Erfahrung in der Erinnerung festsetzen. Der Mauerfall hat in Deutschland stattgefunden, muss aber als Ereignis mit weltweiter Tragweite begriffen werden. Die Priorität dabei ist der Wechsel, die Kraft neuer Ideen und das Vertrauen in eine gemeinsame Zukunft.
Dienstag, 22. Dezember 2009
Emotionen und Gemeinschaft
Sonntag, 13. Dezember 2009
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